Informationen über die Stiftung Anerkennung und Hilfe - Jetzt mit Link zu GS-Videos

15. Mai 2018 09:29

Informationen zur Stiftung Anerkennung und Hilfe Bis 1975 gab es in der Bundesrepublik und bis 1990 in der DDR Kinder und Jugendliche, die in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie untergebracht und dort Leid und Unrecht erfahren haben. Um dies anzuerkennen und die Betroffenen zu unterstützen, hat der Bund, die Länder und die Kirchen die „Stiftung Anerkennung und Hilfe“ gegründet.

An wen richtet sich die Stiftung ganz konkret?
Die Stiftung richtet sich an Personen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 (Bundesrepublik Deutschland) bzw. 1949 bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in psychiatrischen Einrichtungen Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch unter den Folgewirkungen aus der Unterbringung leiden. Ebenfalls richtet sich die Stiftung an Personen, die im Zeitraum zwischen dem vollendeten 14. Lebensjahr und dem vollendeten 18. bzw. 21. Lebensjahr (Volljährigkeit) in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche gelebt und dort gearbeitet haben, ohne dass für sie Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden.

Womit hilft die Stiftung, was ist ihr Angebot?
Die Stiftung hat zum Ziel, betroffene Personen bei der Bewältigung heute noch bestehender Folgewirkungen zu unterstützen sowie das erlittene Leid und Unrecht anzuerkennen. Hierfür können Betroffene eine einmalige personenbezogene pauschale Geldleistung in Höhe von 9.000 € zum selbstbestimmten Zweck erhalten. Betroffene, die während der Unterbringung dem Grunde nach sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben und deren Rentenansprüche sich aufgrund nicht entrichteter Sozialversicherungsbeiträge gemindert haben, können einen einmaligen pauschalen Betrag als finanziellen Ausgleich für entgangene Rentenansprüche erhalten. Dies sind bei Personen, die bis zu 2 Jahre in der Einrichtung gearbeitet haben 3.000 €, und bei einer Arbeit von mehr als 2 Jahren 5.000 €. Diese Beträge sind nicht Pfändbar, Steuerfrei und können nicht auf Sozialleistungen angerechnet werden. So können auch zum Beispiel Empfänger von Sozialhilfe frei über den Betrag verfügen.

Was sollte man tun, wenn man betroffen ist?
Für Niedersachsen wurden zwei Anlauf- und Beratungsstellen geschaffen, diese sind in Hannover und Oldenburg. Betroffene, ihre rechtlichen Betreuer oder Vertrauenspersonen können sich gerne schriftlich oder telefonisch an die Beraterinnen und Berater der Anlauf und Beratungsstelle wenden.

 

LS Außenstelle Hannover :
Herr Klumpe (0511) 89701-172
Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Stiftung Anerkennung und Hilfe
Guido Klumpe
Postfach 203
30002 Hannover

LS Außenstelle Oldenburg :
Frau Lütgens (0441) 2229-7601
Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Stiftung Anerkennung und Hilfe
Anja Lütgens Moslestr. 1 26122 Oldenburg

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